Aktien
Der Aktienmarkt hat sich im zweiten Quartal solide gezeigt. Die Kursverläufe fielen dabei je nach Region sehr unterschiedlich aus, wodurch die regionale Diversifikation zusätzliche Stabilität erzeugen konnte.
Im zweiten Quartal konnten erneut die drei Sektoren Informationstechnologie, Kommunikationsservices und zyklischer Konsum deutlich zulegen, da diese insbesondere durch den Boom bei der künstlichen Intelligenz befeuert wurden. Dabei bewegten sich die Sektoren Versorger, Rohstoffe und Energie seitwärts, da diese durch die hohen Zinsen und die unfreundlichen Wirtschaftswachstumsprognosen gebremst wurden.
Im regionalen Vergleich konnte sich der US-amerikanische Aktienmarkt mit 6,5 % infolge starker zyklischer Konsum- und Industriewerte besser halten als der europäische (0,6 %), während der Schweizer Aktienmarkt mit 2,2 % dazwischen lag. Schwellenländeraktien (–1,1 %) zeigten sich wenig dynamisch und scheinen weiterhin von geopolitischen Spannungen und ungünstigen Konjunkturaussichten belastet zu werden.
Entwicklung der Hauptaktienmärkte (in CHF)

Quelle: Bloomberg, Bank Avera
In China (–11,5 %) kommt die inländische Wirtschaft trotz Aufhebung der Corona-Massnahmen weiterhin nur langsam in Schwung. Jedoch versucht Peking nun, die Wirtschaft mit Zinssenkungen zu stimulieren, nachdem es während der Pandemie keine Finanzhilfen an private Haushalte ausgerichtet hatte, wodurch die Konsumnachfrage gedämpft blieb.
Die Aktienmarktvolatilität setzte ihren Rückgang trotz hoher Unsicherheit bezüglich der Wachstumsentwicklung infolge sinkender Branchenkorrelationen fort. Gleichzeitig ging nun auch die US-Zinsvolatilität stark zurück, da das klare Handeln der amerikanischen Notenbank (Fed) die US-Regionalbankenkrise rasch beruhigt hat. Dennoch bleibt die Inflationsbekämpfung das oberste Ziel der Fed, auch wenn im vergangenen Monat eine Zinserhöhungspause eingelegt worden ist.
Genereller Volatilitätsrückgang

Quelle: Bloomberg, Bank Avera
Per Ende Juni ist die Arbeitslosenrate in den USA erstmals seit Oktober 2022 wieder auf 3,7 % angestiegen, nachdem sie Ende des Vorquartals noch bei 3,5 % lag. Eine weitere Entspannung am Arbeitsmarkt sollte die Lohninflationsdynamik bremsen und ist in Bezug auf die Inflation als positives Signal zu werten.