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Finanzen 2026: Taten statt Vorsätze
09.01.2026 von Jano Raske
Jetzt kommt sie wieder, die Chance, im neuen Jahr Vorsätze nicht nur zu fassen, sondern in die Tat umzusetzen. Als Bank raten wir Ihnen – wie könnte es anders sein –, ein ganz bestimmtes Thema nicht länger auf die lange Bank zu schieben: eine solide finanzielle Planung. Dieser Blog zeigt Ihnen anhand von zehn wertvollen Tipps, welche Themen Sie konkret angehen sollten und wie’s mit der Umsetzung auch klappt.
1. Budget erstellen
Ein Budget ist kein strenges Regelwerk, sondern ein praktischer Finanzkompass, nach dem Sie Ihre Haushaltsfinanzen ungefähr ausrichten sollten. Die 50/30/20-Faustregel hilft dabei: 50 Prozent für Pflichtausgaben (Miete, Versicherungen, Lebensmittel), 30 Prozent für Wünsche (Ausgehen, Shopping, Hobbys) und 20 Prozent fürs Sparen.
Praxistipp
Nutzen Sie unseren Budgetrechner für eine schnelle Übersicht. Fünf Minuten investieren und Sie wissen ziemlich genau, wo Sie stehen.
2. Sparen, ohne nachzudenken
Was das Sparen anbelangt, raten wir Ihnen zu einer gesunden Portion Egoismus. Für einmal kommen nicht alle anderen zuerst, sondern Sie: Überweisen Sie sich am Zahltag automatisch per Dauerauftrag einen fixen Betrag auf Ihr eigenes Sparkonto. So wird Sparen zur Gewohnheit und Sie schlagen einer möglichen Versuchung auf smarte Art ein Schnippchen.
So funktioniert’s
Richten Sie auf Ihrem Privatkonto einen Dauerauftrag ein (etwa 10 bis 20 Prozent des Nettolohns auf das Sparkonto). Starten Sie ruhig mit einem kleineren Anteil von 5 Prozent. Prüfen Sie Ihr Budget monatlich – wenn Sie Spielraum erkennen, erhöhen Sie den Sparanteil.
Extratipp
Bleibt das gesamte Ersparte auf dem Sparkonto, wirft das aufgrund der Inflation und des niedrigen Zinsumfelds kaum Erträge ab. Darum ist es entscheidend, dass Sie möglichst viel von Ihrem Ersparten investieren. Bevor Sie das machen, sollten Sie Ihre Finanzen strukturieren. Mehr darüber in den nachfolgenden Punkten.
3. Reserve aufbauen
Ungeplante Ausgaben kommen immer dann, wenn sie besonders ungelegen sind: die Autoreparatur kurz vor den Ferien, die Zahnarztrechnung oder eine unerwartete Steuernachforderung. Genau dafür gibt es den Notgroschen – Ihre persönliche Reissleine für unschöne finanzielle Überraschungen.
Praxistipp
Okay, Notgroschen ist vielleicht etwas niedlich ausgedrückt. Planen Sie drei bis sechs Monatseinkünfte als Reserve. Drei Monate reichen bei steten Einkommen oft aus. Wer Kinder, eine Hypothek oder eine selbstständige Tätigkeit hat, sollte eher sechs Monate anpeilen. Legen Sie die Reserve auf einem Sparkonto an, damit Sie schnellen Zugriff haben. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, für bestimmte Kostenpunkte wie Auto, Arztbesuche oder andere grössere Ausgaben separate «Töpfchen» (bzw. eigene Bankkonten) anzulegen. Auf diese Konten wird regelmässig ein fester Betrag eingezahlt, sodass Sie für planbare oder unerwartete Ausgaben gut vorbereitet sind. Wichtig: Achten Sie auf Rückzugslimiten.
4. Mittel- und langfristige Sparziele definieren
Sei es ein Autokauf, eine längere Weiterbildung oder gar der Traum eines Sabbaticals: Wer ambitionierte Sparziele hat, kommt um einen Plan nicht herum. Und zwar einen, der verschiedene Anlageformen nutzt.
So funktioniert’s:
Definieren Sie Ihren Zielbetrag und den Zeitrahmen. Für kurzfristige Ziele unter drei Jahren eignet sich das Sparkonto. Für mittelfristige Ziele ab drei Jahren lohnt es sich, einen Teil anzulegen. Bei langfristigen Sparzielen sollten Sie das Geld grösstenteils anlegen. Mit einem Vermögenssparplan profitieren Sie von Renditechancen, ohne sich täglich um Ihre Investments kümmern zu müssen.
5. Strukturiert anlegen
Investieren klingt kompliziert? Muss es nicht sein. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, benötigt lediglich eine durchdachte Struktur: automatisierte und systematische Anlageansätze sind der Schlüssel zum Erfolg. Emotionen wie Euphorie oder Panik führen oft zu impulsiven und damit falschen Entscheidungen.
Die wesentliche Erfolgsprinzipien:
- Diversifikation: Die Anlagen über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen streuen reduziert das Risiko und erhöht die Stabilität.
- Langer Anlagehorizont: Wer investiert bleibt, profitiert vom Zinseszinseffekt und kann über kurzfristige Marktschwankungen hinwegsehen.
- Regelmässigkeit und Automatisierung: Einfach per Dauerauftrag investieren – so entfallen Timing-Fehler und Emotionen verleiten nicht zu Fehlentscheidungen.
Praxistipp:
Starten Sie mit einem Vermögenssparplan der Bank Avera. Unsere Expertinnen und Experten kümmern sich um die diversifizierte und richtige Umsetzung und Sie profitieren von professionellem Investment-Know-how.
6. Vorsorgepotenzial ausschöpfen

Sie haben bereits eine Säule 3a? Das ist sehr gut. Aber liegt Ihr Vorsorgevermögen noch auf einem klassischen Vorsorgesparkonto? Dies wäre nur die zweitbeste Lösung. Die beste: Mit einer Wertschriftenlösung für Ihr Vorsorgekonto investieren Sie Ihr 3a-Guthaben und profitieren langfristig von attraktiveren Renditen.
So funktioniert's:
Die Regeln für 2026: Als Angestellte/r mit Pensionskasse können Sie max. CHF 7 258 einzahlen. Ohne Pensionskasse beziehungsweise als Selbstständigerwerbende/r sind 20 Prozent des Nettoerwerbseinkommens einzahlbar, maximal CHF 36 288. In beiden Fällen ergeben sich substanzielle Steuervorteile. Übrigens: Ab 2026 können Sie Nachzahlungen für 2025 leisten und künftig bis zu zehn Jahre rückwirkend Lücken schliessen. Das schafft Spielraum, vor allem wenn Sie in einer höheren Steuerprogression sind.
7. Versicherungen prüfen
Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Versicherungen durchleuchtet? Oft zahlen wir für Policen, die wir nicht mehr brauchen – oder es fehlen wichtige Absicherungen. Eine jährliche Auslegeordnung und eine Bewertung lohnen sich. Das spart Prämien und deckt bisher unbekannte Risiken.
So funktioniert’s:
Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit und prüfen Sie Police um Police: Welche Risiken sind wirklich abgedeckt? Gibt es Doppelspurigkeiten? Passen die Deckungssummen noch zur aktuellen Lebenssituation? Ziehen Sie bei Unsicherheiten externe Expertise bei – oft lässt sich Geld sparen, ohne Schutz zu verlieren.
9. Steuern optimieren
Steuern sparen machen wir alle gerne, oder? Die Säule 3a ist ein Klassiker, aber es gibt noch weitere Möglichkeiten: Einkäufe in die Pensionskasse, Abzüge für Weiterbildungen oder energetische Sanierungen am Eigenheim, solange der Eigenmietwert noch nicht abgeschafft ist.
Praxistipp:
Planen Sie Ihre Abzüge vorausschauend. Sprechen Sie mit Steuerexpert*innen darüber, welche Optimierungen in Ihrer Situation sinnvoll sind. Oft lässt sich mehr rausholen als gedacht.
Steuern leicht gemacht.
9. Finanz-Know-how fördern

Die frühe Sensibilisierung der Kinder für Finanzangelegenheiten kann ihnen später eine wertvolle Hilfe sein. Keine Sorge: Ihre Kids müssen keine Junior-Börsengurus werden. Ihnen auf spielerische Art Basiswissen zu vermitteln, reicht völlig.
So funktioniert's:
Ein Beispiel: Sprechen Sie mit Ihren Kindern Taschengeldregeln ab. Die 50/30/20-Regel bietet sich an: 50 Prozent zur freien Verfügung, 30 Prozent fürs nächste Ziel und 20 Prozent fürs Sparkonto. Ihre Kids werden Freude haben, wenn sie sehen, wie sich grössere Sparziele realisieren lassen und ihre Sparkonti Monat für Monat zulegen.
Noch einen Schritt weiter gedacht:
Wer lagfristig denkt, kann zusätzlich über das Thema Anlegen sprechen. Denn Sparen ist gut, aber Geld kann auch für Sie arbeiten. Bei uns ist ein Vermögenssparplan bereits ab CHF 100.- möglich. Den Vermögenssparplan können Eltern für Ihre Kinder eröffnen. Ab einem Alter von 12 Jahren kann dieser sogar im Namen des Kindes eröffnet werden. Dabei profitieren Minderjährige in beiden Fällen von 50 % Rabatt. So lernen Kinder früh, wie magisch sich der Zinseszins über einen langen Zeithorizont entwickelt.
10. Auf die «kurze Bank» schieben
Setzen Sie Ihre Vorsätze im neuen Jahr frühzeitig um. So machen Sie vorsätzlich alles richtig. Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen – bei allem, was Sie im neuen Jahr angehen.
Weitere Informationen
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Ab CHF 100.– investieren und Vermögen aufbauen. Sie bestimmen den Rhythmus Ihrer Einzahlungen. Wir erarbeiten auf Basis Ihrer individuellen Situation, Ihrer Ziele und Wünsche gemeinsam mit Ihnen Ihre Anlagestrategie.
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Sorgen Sie vor – und profitieren Sie von unserem Vorzugszins mit dem PRIVOR Vorsorgekonto. Das gibt es neben der Sparlösung mit Vorzugszins auch in Form von Wertschriftenlösungen mit zusätzlichem Ertragspotenzial.
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Eröffnen Sie Ihr Wunschkonto bei uns ganz einfach online - ohne den Gang zur Filiale und lange Wartezeiten. Unser Online-Onboarding-Prozess ermöglicht eine schnelle und sichere Identifikation von Ihrem eigenen Zuhause aus.