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Anlagestrategie Februar 2026

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Unsere Sicht auf die Märkte

«Wenn Regeln dich nicht mehr schützen, musst du dich selbst schützen.» Dieses Zitat vom kanadischen Premierminister Mark Carney stammt aus seiner viel beachteten Grundsatzrede zur Weltordnung am World Economic Forum (WEF). Noch bevor der US-Präsident die Situation rund um seine Grönland-Begehrlichkeiten deeskalieren konnte, schuf Carney bereits Rezepte gegen die Macht des Stärkeren: «Gemeinsame Investitionen in Resilienz sind günstiger, als wenn jeder seine eigene Festung baut.»

Mark Carney zeigte schonungslos auf, dass die von der Trump-Administration eingeleitete Abkehr von der seit dem zweiten Weltkrieg bekannten, regelbasierten Weltordnung einem Bruch gleichkommt. Dieser neuen Realität könnten sich aber insbesondere die mittelgrossen Mächte entgegenstellen, indem sie aktiv nach neuen Alternativen suchen und gemeinsam handeln: «Denn wenn wir nicht am Tisch sitzen, stehen wir auf der Speisekarte» – ein Aufruf wohl auch in Richtung Europa.

Es scheint sich jedoch auch eine Tendenz abzuzeichnen, dass die Märkte vermehrt gereizt auf die Eskalationspolitik der USA reagieren, wo auch die innenpolitischen Spannungen im Zusammenhang mit der Einwanderungspolitik und der Unabhängigkeit der Notenbank (Fed) stetig zunehmen. Dabei deuten auch der insgesamt stark gestiegene Goldpreis und der weiter fallende US-Dollar darauf hin, dass der Markt vermehrt das Risiko einpreist, dass die USA mit dem Umbau der Weltordnung womöglich für kurzfristige Vorteile einen langfristig hohen Preis bezahlen werden.

Wir sind bei Schweizer- und Schwellenländeraktien übergewichtet investiert und führen das Untergewicht bei Obligationen aus Industrienationen zugunsten weiterer alternativer Anlagen fort.

Unsere aktuelle Positionierung

SAA Grafik Jan_26.png

Obligationen

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist im Januar weiter auf rund 4,25 % gestiegen. Dies ging auch mit steigenden Laufzeitenprämien einher, die insbesondere Zweifeln an einer nachhaltigen Fiskal- und Geldpolitik und deren Stabilisierungsfunktion geschuldet sind. Im Gegensatz dazu sind die Kapitalmarktzinsen in der Eurozone und auch der Schweiz eher rückläufig, da sich hier die Inflation auch wieder innerhalb der Zielbänder befindet.

Während globale Anleihen mit hoher Kreditqualität (–0,1 %) und Schwellenländeranleihen (–0,1 %) etwas nachgaben, konnten Hochzinsanleihen (+0,4 %) an Wert zulegen. Aufgrund ihrer tieferen Zinssensitivität und attraktiveren Verzinsung setzen wir taktisch weiterhin auf nachrangige Unternehmensanleihen von Schuldnern mit hoher Qualität.

Wir sind bei globalen Anleihen unter- und bei Hochzins- und Schwellenländeranleihen neutral gewichtet investiert.

Entwicklung Anleihen AAA-BBB, Hochzins- und Schwellenländeranleihen (CHF-hedged)

Anlagestrategie_2026_02_Obligationen_Grafik.png

Quelle: Bloomberg, Bank Avera

Haben Sie gewusst:

... dass die Grossbank J.P. Morgan im Zug der Arbeitsmarktdaten von Anfang Januar davon ausgeht, dass der nächste Schritt der Federal Reserve eine Zinserhöhung um 0,25 % im dritten Quartal 2027 sein wird? Zuvor hatte die Bank noch mit einer Lockerung der Geldpolitik im Januar gerechnet.

Aktien

Die globalen Aktienmärkte (–0,5 %) sind aufgrund der steigenden geopolitischen Unsicherheiten und dem schwachen US-Dollar schleppend ins neue Jahr gestartet. Davon profitierten allen voran die Schwellenländeraktien (+5,9 %), die sich deutlich abheben konnten, während der schweizerische Aktienmarkt (0 %) leicht besser als der US-Markt (–1,3 %) ins neue Jahr startete.

Dabei mauserte sich der rohstoff- und energielastige südamerikanische Markt zum Überflieger (+12,4 %), wobei der Rohstoff- und Energiesektor zusammen genommen um rund 20 % zulegen konnte. Neben dem anhaltenden Rohstoffboom brachte die Ankündigung des EU-Mercosur-Handelsabkommens zwischen Europa und Lateinamerika zusätzlichen Schwung in den Markt.

Wir sind bei Schweizer- und bei Schwellenländeraktien übergewichtet investiert und bevorzugen Titel mit hoher Qualität.

Entwicklung ausgewählter Aktienmärkte (in CHF)
 

Anlagestrategie_2026_02_Aktien_Grafik.png

Quelle: Bloomberg, Bank Avera

«Das Risiko steigt, dass die Finanzstabilität einen Härtetest bestehen muss. Das Potenzial für plötzliche Markt- und Preiskorrekturen ist hoch», betonte der Präsident der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Mark Branson, kürzlich.

Alternative Anlagen

Das aktuelle anlagetechnische Umfeld spricht dafür, die Diversifikation hochzuhalten, womit geeignete alternative Anlagen in den Mittelpunkt rücken. Kotierte Schweizer Immobilienfonds (+0,8 %) sind gut gehalten ins neue Jahr gestartet und profitieren weiterhin vom Nachfrageüberhang auf dem Wohnungsmarkt. Gold (+17,9 %) setzte den Höhenflug des Vorjahres fort und weist Bitcoins (–7 %) weiterhin in die Schranken.

Wandelanleihen (+4,8 %) setzten ihre Dynamik aus dem Vorjahr eindrücklich fort. Zudem sorgten unsere flexiblen Obligationenfonds (+0,7 %), die nachrangigen Unternehmensanleihen (+0,6 %) und Versicherungsverbriefungen (+0,2 %) für Stabilität, wobei die US-Winterstürme kaum Einfluss auf letztgenannte haben sollten.

Wir sind bei den weiteren alternativen Anlagen im Bereich nachrangiger Unternehmensanleihen übergewichtet investiert.

Entwicklung ausgewählter alternativer Anlagen (in CHF)
 

Anlagestrategie_2026_02_Alternative_Anlagen_Grafik.png

Quelle: Bloomberg, Bank Avera

Haben Sie gewusst:

... dass der Kupferpreis erstmals die Marke von USD 14 000 pro Tonne erreicht hat? Ähnlich wie beim Silber steht hier ein limitiertes Angebot einer wachsenden Nachfrage für Rechenzentren und für den Ausbau der erneuerbaren Energien gegenüber.

Währungen

Der Euro zeigte sich im Januar global betrachtet zwar robust, gab aber gegenüber dem gesuchten Schweizer Franken 1,5 % auf CHF 0.916 nach. Damit befindet sich der Euro nun an einem Punkt, wo sich der Abwärtstrend gegenüber dem Schweizerfranken wieder beschleunigen könnte, wenn es jetzt nicht zu einer Gegenbewegung in Richtung CHF 0.93 oder höher kommt.

Der US-Dollar zeigte sich nur gerade in den ersten zwei Januarwochen stabil. Danach neigte er wieder deutlich zur Schwäche und schloss den Monat bei CHF 0.776 mit einem Minus von 2,5 % ab. Global betrachtet ist der US-Dollar weiterhin hoch bewertet und es spricht aktuell wenig dafür, dass sich das Vertrauen in die US-Währung schnell wieder erholt. Dazu halfen auch die Kommentare von Donald Trump nicht, der sich absolut unbesorgt zum schwächelnden US-Dollar äusserte.

Entwicklung EUR/CHF und USD/CHF über die letzten zwölf Monate

Anlagestrategie_2026_02_Waehrungen_Grafik.pngQuelle: Bloomberg, Bank Avera

Haben Sie gewusst:

... dass die USA mit rund USD 1,3 Bio. weltweit das grösste Leistungsbilanzdefizit verzeichnen? Dieses Defizit liesse sich ohne die Rolle des US-Dollar als Weltreservewährung nicht finanzieren. Sein damit einhergehender Status bleibt zwar unangetastet, jedoch mehren sich die Anzeichen eines schwindenden Vertrauens in den Greenback.

Autoren:

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Lars Rigling
Leiter Investment Solutions
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Patrick Volkart
Investment Advisor Wealth Management
Diese Publikation wurde von der Bank Avera (in der Schweiz durch die FINMA beaufsichtigt) erstellt und ist nicht das Ergebnis einer Finanzanalyse. Weitere Informationen finden Sie in unseren rechtlichen Hinweisen.