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Auf ein Vorstellungsgespräch mit Monica Altieri
11.06.2026 von Claudia Spörri
Als Geschäftskundenberaterin bei der Bank Avera bewegt sich Monica Altieri täglich zwischen unterschiedlichen Welten: vom Gewerbebetrieb über Dienstleistungsfirmen bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben. Sie begleitet Unternehmerinnen und Unternehmer bei finanziellen Fragen und in entscheidenden Momenten wie der Gründung oder bei wesentlichen Weichenstellungen im Unternehmen. Im Porträt spricht sie über die Vielfalt ihres Berufs und warum für sie die passende Lösung wichtiger ist als Perfektion.
Was macht eine Geschäftskundenberaterin bei der Bank Avera genau?
Meine Arbeit als Geschäftskundenberaterin ist breit gefächert und umfasst die gesamte Dienstleistungspalette. Ich begleite Unternehmerinnen und Unternehmer von der Gründung über den Aufbau bis hin zu Veränderungen wie etwa Anpassungen bei Beteiligungen oder Vollmachten. Dabei unterstütze ich unsere Kundinnen und Kunden ganzheitlich, von der Kontoeröffnung über den Zahlungsverkehr und Schnittstellen zur Buchhaltung bis hin zu Fragen rund um Vorsorge, Finanzierungen und Anlagen. Auch die Finanzierung von Landwirtschaftsbetrieben gehört zu meinem Aufgabenbereich.
Die enge Betreuung meiner Kundinnen und Kunden liegt mir sehr am Herzen. Sie ist die Basis, um ihre individuellen Bedürfnisse zu erkennen, darauf einzugehen und passende Lösungen anzubieten. Jedes Unternehmen ist anders, sei es ein landwirtschaftlicher Betrieb, ein Gewerbebetrieb oder ein Dienstleistungsunternehmen. Entsprechend vielfältig sind auch die Anforderungen.
Diese Vielfalt macht meinen Alltag besonders spannend: Kein Tag ist wie der andere, und ich werde immer wieder mit neuen Fragestellungen konfrontiert. Das macht meine Arbeit abwechslungsreich und anspruchsvoll.
Kundenkontakt ist zentral in deinem Job. Wie gehst du mit Kundinnen und Kunden um, die einmal nicht zufrieden sind?
Gerade im Moment kommt das ab und zu vor, weil sich für einige langjährige Kundinnen und Kunden durch die Gründung des Geschäftskundenteams im November 2025 die Betreuung verändert hat. Das bringt verständlicherweise Unsicherheit mit sich.
Mir ist in solchen Situationen wichtig, jeden Einwand ernst zu nehmen und die Hintergründe transparent zu klären. Dabei hilft eine Kombination aus Professionalität und meiner authentischen Art. Ich stehe hinter dem, was wir als Bank tun, und genau das kann ich glaubwürdig vermitteln. In den meisten Fällen finden wir gemeinsam eine gute Lösung, sodass unsere Kundinnen und Kunden am Ende wieder zufrieden sind.
Du verwendest oft das Wort «perfekt». Bist du eine Perfektionistin?
Das Wort perfekt bezieht sich eher auf die perfekte Lösung. Ich verwende jedoch meist «perfetto», weil es sich weicher und positiver anfühlt.
Ich habe den Anspruch, alles so gut wie möglich zu machen. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass nicht immer alles perfekt sein kann. Wichtig ist mir – privat wie auch beruflich –, mein Bestes zu geben und dabei authentisch zu bleiben.
Du bist gerne in der Natur unterwegs. Verrätst du uns deinen Lieblingsspaziergang?
Mein Lieblingsspaziergang ist mein täglicher Arbeitsweg. Ich gehe meist zu Fuss ins Geschäft, bei jedem Wetter, und komme unterwegs am Schönau-Weiher im Streiff Areal in Robenhausen vorbei. Ein richtiger Energieplatz!
Besonders schön ist es im Frühling, wenn ich die Störche beobachten kann, vor allem, wenn die Jungen zum ersten Mal ihre Köpfe aus dem Nest strecken. Das berührt mich jedes Mal. Die Strecke fasziniert mich das ganze Jahr über, weil jede Jahreszeit und jede Wetterlage ihren eigenen Reiz haben. Der rund 25-minütige Weg hilft mir morgens beim Wachwerden und am Abend beim Abschalten. Die Natur gibt mir unglaublich viel, egal ob im Alltag oder in den Ferien.
Dein Lieblingsfeiertag ist Weihnachten. Welche persönliche Erinnerung verbindest du damit?
Weihnachten bedeutet für mich vor allem Familie. Es war schon immer die Zeit, in der wir alle zusammengekommen sind, meine Eltern, meine Kinder und ich. Diese gemeinsamen Momente sind sehr wertvoll und mit vielen schönen Erinnerungen verbunden.
Besonders sind auch die Traditionen, die wir pflegen: spezielle italienische Gerichte, die es nur an Weihnachten gibt, gemeinsames Kochen, Essen, Spielen und Zusammensein. Es sind diese kleinen Dinge, die bleiben.
Heute hat Weihnachten für mich noch eine zusätzliche, tiefere Bedeutung. Seit meine Mutter nicht mehr da ist, spüre ich besonders, wie wertvoll diese gemeinsame Zeit ist. Umso mehr freut es mich, dass meine inzwischen erwachsenen Kinder weiterhin gerne nach Hause kommen. So lebt ein Stück von dem weiter, was ich selbst von meiner Familie mitbekommen habe.

Du beschreibst dich als Frohnatur. Was bringt dich in gute Stimmung?
Ich versuche grundsätzlich, aus jedem Tag etwas Gutes zu machen. Es gibt immer Situationen, die nicht ideal laufen, dann hilft es, bewusst das Positive zu suchen und auch die kleinen, lustigen Momente wahrzunehmen.
Mir ist es wichtig, mit einer positiven Einstellung durchs Leben zu gehen, egal ob bei der Arbeit oder privat. Ich lache einfach lieber, als mich über Dinge zu ärgern. Diese Haltung hilft mir, in einer guten Stimmung zu bleiben und auch positiv auf mein Umfeld zu wirken.