Sind Sie sicher, dass Sie diesen Artikel entfernen möchten und damit den Bestell- prozess abbrechen?
Auf ein Vorstellungsgespräch mit Sina von Mühlenen
06.07.2026 von Claudia Spörri
Als Kundenberaterin bei der Bank Avera steht Sina von Mühlenen täglich mit Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen im Austausch. Dabei sind es nicht nur finanzielle Fragen, die ihre Arbeit prägen, sondern vor allem die persönlichen Beziehungen, die über die Jahre entstehen. Im Porträt erzählt sie, warum Vertrauen für sie die Grundlage guter Beratung ist, weshalb sie ihr Kundenbuch als das «beste Kundenbuch» bezeichnet und wie sie neue Herausforderungen, Teamgeist und Familie unter einen Hut bringt.
Viele in deiner Rolle sagen: Der Austausch mit Kundinnen und Kunden ist das Herzstück ihres Jobs. Was macht ihn für dich besonders?
Für mich ist das definitiv auch der spannendste Teil. Jede Kundin und jeder Kunde bringt eine eigene Geschichte und Persönlichkeit mit. Genau das macht meine Arbeit abwechslungsreich. Je nach Lebenssituation ergeben sich unterschiedliche Gespräche, in denen wir gemeinsam Lösungen finden und auch Dinge besprechen, die über das Geschäftliche hinausgehen. Dafür braucht es echtes Interesse am Gegenüber, nicht nur an Zahlen und Produkten. Mit der Zeit wächst daraus eine vertrauensvolle Beziehung. Besonders bereichernd finde ich Gespräche mit älteren Kundinnen und Kunden. Am Anfang hatte ich etwas Respekt, aber mittlerweile weiss ich, dass trotz Altersunterschied häufig sehr persönliche und spannende Gespräche entstehen.
Dein Team bedeutet dir offenbar viel. Was zeichnet eure Zusammenarbeit aus und was macht sie für dich so wertvoll?
Wir haben im Team einen sehr offenen und unterstützenden Umgang miteinander, was ich sehr schätze. Man kann jederzeit Fragen stellen oder Hilfe holen – und oft merkt jemand sogar von sich aus, wenn Unterstützung gebraucht wird. Dieses gegenseitige Auffangen macht den Alltag für mich spürbar einfacher.
Gleichzeitig ist die Stimmung sehr locker. Wir lachen viel zusammen, tauschen uns aus und nehmen uns auch bewusst Zeit für gemeinsame Pausen oder Aktivitäten ausserhalb der Arbeit. Für mich macht genau diese Mischung den Unterschied: Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft und eine positive Atmosphäre. Klar spielt die Zusammensetzung des Teams eine Rolle, aber ich erlebe es so, dass vieles davon auch durch unsere Führung geprägt wird und ganz bewusst vorgelebt ist.
Du sagst von dir, du hast das «beste Kundenbuch». Das macht neugierig: Was steckt dahinter?
Vor allem die Beziehungen dahinter. Mit Kundenbuch meine ich eigentlich meine Kundinnen und Kunden. Menschen, die mir vertrauen und mir manchmal auch persönliche Dinge anvertrauen, nicht nur Geschäftliches. Es kommt schon mal vor, dass jemand einfach anruft und fragt, wie es mir geht, oder sogar ein Stück Kuchen vorbeibringt. Mehr Wertschätzung geht kaum! Natürlich spielt das Geschäftliche eine wichtige Rolle, aber die persönliche Beziehung ist das, was für mich den Unterschied und meine Arbeit besonders erfüllend macht.

Neu beschäftigst du dich auch mit Baufinanzierungen. Wie gehst du damit um, dich in neue Themen einzuarbeiten?
Ich bin grundsätzlich offen für Neues. Klar, nicht alles ist von Anfang an gleich spannend, und bei komplexeren Themen brauche ich manchmal einen Moment, bis ich mich richtig zurechtfinde. Aber ich bin überzeugt: Mit jeder Erfahrung wächst man.
Wenn ich in einem Thema noch nicht ganz sattelfest bin oder Unterstützung bei einem Angebot brauche, kann ich jederzeit auf mein Team zählen. Wir tauschen uns regelmässig aus und helfen einander weiter. Viel läuft bei mir über diesen Austausch, aber auch einfach übers Ausprobieren. Wenn es passt, springe ich ins kalte Wasser, sammle erste Erfahrungen und hole mir danach gezielt Feedback.
Job und Familie unter einen Hut zu bringen, ist oft leichter gesagt als getan. Wie gelingt dir das im Alltag?
Mein Teilzeitpensum hilft und ohne gute Planung geht es nicht. Organisation ist im Alltag entscheidend. Ich habe das Glück, dass mein Mann viel übernimmt und ich flexibel arbeiten kann. So kann ich den Fokus klar setzen: Im Job voll da sein und zuhause genauso. Und Zeit für mich selbst, etwa für Sport oder eine Runde Schwimmen in der Mittagspause, liegt auch drin.