Suchen

Telefon

+41 44 933 54 00

Mo – Fr: 08.00 bis 17.30 Uhr

Filialenübersicht

Kontaktformular

Standorte

Finden Sie eine Filiale, eine Beratung oder einen Bancomat in Ihrer Nähe.

Chat

Anfrage

Schritt 1/2

Produkteröffnung

Headerbild_Anlagestrategie.jpg

Anlagestrategie Juni 2026

Strategie als PDF ansehen

Unsere Sicht auf die Märkte

«Die Börse ist ein Instrument, um Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen zu transferieren.» Dieses berühmte Zitat von Warren Buffett erscheint in der aktuellen Marktphase besonders treffend. Denn der neuerliche Anstieg der Zinsen sowie die anziehende Inflation erinnern Anlegende daran, dass sich das makroökonomische Umfeld äusserst schnell verändern kann. Gleichzeitig sorgt der ungebrochene Optimismus rund um das Thema der künstlichen Intelligenz (KI) für eine Dynamik, die zunehmend auch auf die Schwellenländer übergreift – und auch dort sowohl Chancen als auch neue Risiken mit sich bringt.

Diese Gemengelage aus strukturellen Trends und konjunktureller Unsicherheit verstärkt den Eindruck, dass es anspruchsvoller geworden ist, an den Märkten erfolgreich zu navigieren. Während steigende Zinsen die Bewertungsniveaus unter Druck setzen, stützen KI-Investitionen immer weitere Teile der Märkte. Damit entsteht ein Spannungsfeld aus Gegenkräften, das eine klare Erwartungsbildung erschwert.

Ungeduld und viel taktischer Aktionismus zahlt sich in einem solchen Umfeld kaum aus, denn weder die weitere Zinsentwicklung noch die Inflationsdynamik lassen sich präzise genug einschätzen. Kommt dazu, dass sich der KI-Boom nach einer Verschnaufpause wieder sehr positiv in den Unternehmensgewinnen niederschlägt und gleichzeitig zu steigenden zukünftigen Abschreibungen führt. Diese Dynamiken erhöhen die Komplexität und unterstreichen einmal mehr die Grenzen kurzfristiger Prognosen.

Vor diesem Hintergrund halten wir an unserer disziplinierten Anlagestrategie fest und setzen weiterhin auf eine diversifizierte Allokation, die diesen anspruchsvollen Umständen Rechnung trägt.

Unsere aktuelle Positionierung

SAA_06_2026.png

Obligationen

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen hat sich im Mai nach einem starken Anstieg auf fast 4,7 % auf einem Niveau von rund 4,45 % eingependelt. Der durch die Nahostkrise anhaltende Inflationsdruck, gepaart mit massiv steigenden Technologieinvestitionen um das KI-Thema sowie zunehmenden Staatsausgaben, sorgt für steigende Zinserwartungen an den globalen Zinsmärkten.

Somit ergaben sich für die globalen Anleihenmärkte insgesamt im Mai trotzdem leichte Zugewinne, wobei insbesondere unser taktisches Übergewicht in nachrangigen Unternehmensanleihen von Schuldnern hoher Qualität (+0,7 %) erneut recht deutlich zulegen konnte. Wir rechnen mit anhaltendem Inflationsdruck und erhöhten Preisrisiken bei Obligationen mit langen Laufzeiten.

Wir sind bei globalen Anleihen unter- und bei Hochzins und Schwellenländeranleihen neutral gewichtet investiert.

Entwicklung Anleihen AAA-BBB, Hochzins- und Schwellenländeranleihen (CHF-hedged)

Obligationen_Grafik_06_26.png

Quelle: Bloomberg, Bank Avera

«Um die langfristige Tragfähigkeit der öffentlichen Verschuldung zu sichern, bräuchte es ehrgeizigere Reformen im Gesundheitswesen und der Altersvorsorge», schrieb die OECD in ihrem jüngsten «Economic Outlook» mit Blick auf die Schweiz.

Aktien

Die globalen Aktienmärkte (+5,1 %) haben im Mai in Folge des weiter steigenden Optimismus bezüglich KI-getriebener Wachstumschancen und Hoffnungen auf eine baldige Öffnung der wichtigen Handelsstrasse von Hormus deutlich zugelegt. Damit koppelten sich die Märkte zunehmend von der Realwirtschaft ab, die durch Inflationssorgen infolge der angespannten Öl- und Gasversorgung unter Druck steht.

Die KI-Euphorie schwappte nun auch auf die Schwellenländermärkte (+9,5 %) über, die den US-Aktienmarkt (+5,1 %) klar übertrafen. Der defensive Schweizer Aktienmarkt (+3,3 %) konnte da nicht mithalten, entwickelte sich jedoch besser als die europäischen Märkte (+2,5 %) insgesamt.

Wir rechnen weiterhin mit einer erhöhten Volatilität und erachten die Dauer der Pattsituation im Iran als zu nehmend kritisch für die Weltwirtschaft.

Wir sind bei Schweizer Aktien übergewichtet investiert und bevorzugen Titel mit hoher Qualität.

Entwicklung ausgewählter Aktienmärkte (in CHF)
 

Aktien_Grafik_06_26.png

Quelle: Bloomberg, Bank Avera

Haben Sie gewusst...

... dass vor dem wohl grössten Börsengang der Geschichte von SpaceX gleich mehrere Indexvorschriften wie die mindestens zwölfmonatige Börsenkotierung gelockert worden sind, um eine sofortige Indexaufnahme zu ermöglichen? So wer den Schätzungen zufolge allein schon die indexorientierten Marktteilnehmer mehr als 40 % der angebotenen SpaceX-Aktien aufkaufen müssen.

Alternative Anlagen

Die hohen geopolitischen Risiken sprechen für eine breite Diversifikation, was weiterhin für alternative Anlagen spricht. Kotierte Schweizer Immobilienfonds (+0,9 %) legten im Mai etwas zu, während Gold (–1,6 %) erneut etwas unter Abgaben litt. Dabei scheint die zuletzt begonnene Trendwende beim Bitcoin (–4,0 %) nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Wandelanleihen (+4,3 %) setzten ihre Rallye fort und profitierten nicht zuletzt von Schuldnern aus dem Technologiesektor.

Unsere flexiblen Obligationenfonds (+1,0 %) und die nachrangigen Unternehmensanleihen (+0,7 %) zeigten sich robust, während Versicherungsverbriefungen weiterhin seitwärts tendierten (–0,1 %) und unsere Alternative-Strategie-Beimischung leicht nachgab (–0,4 %).

Wir sind bei den weiteren alternativen Anlagen im Bereich nachrangiger Unternehmensanleihen übergewichtet investiert.

Entwicklung ausgewählter alternativer Anlagen (in CHF)
 

Alternative_Anlagen_Grafik_06_26.png

Quelle: Bloomberg, Bank Avera

Haben Sie gewusst:

... dass laut HSBC wegen der geschlossenen Strasse von Hormus ein «Super-Engpass» bei den Rohstoffen droht? Bleibt dieses Nadelöhr geschlossen, drohen bei den Ölreserven «kritische Tiefstände», die zu deutlichen – nicht linearen – Preisanstiegen und echten Engpässen führen könnten.

Währungen

Der Euro zeigte sich im April gegenüber dem Schweizer Franken stabil und schloss zum Schluss leicht tiefer (−0,9 %) bei CHF 0.917. Dies ist wohl vor allem der Schweizerischen Nationalbank (SNB) geschuldet, die im März kommuniziert hat, gegen einen stärkeren Schweizer Franken vorzugehen. Die neusten SNB-Daten deuten jedoch auf wenig Aktivität der SNB hin, was Händler dazu ermutigen könnte, die Entschlossenheit der SNB zu testen.

Der US-Dollar wertete sich im April gegenüber dem Schweizer Franken wieder etwas ab und schloss rund 2,3 % tiefer auf CHF 0.781. Auch global betrachtet gab der US Dollar im Zug der Deeskalation in der Irankrise nach. In der näheren Zukunft wird der Dollarkurs wohl vor allem davon abhängen, wie sich die US-Notenbank unter dem Nachfolger von Jerome Powell geldpolitisch ausrichten wird.

Entwicklung EUR/CHF und USD/CHF über die letzten zwölf Monate

Waehrungen_Grafik_05_2026.pngQuelle: Bloomberg, Bank Avera

Haben Sie gewusst:

... dass SNB-Präsident Martin Schlegel die durch die steigenden Energiepreise verursachte Unsicherheit zwar als grösser einschätzt, aber dennoch von einer gewahrten Preisstabilität ausgeht? Entsprechend kann damit gerechnet werden, dass die SNB den Leitzins in den kommenden Monaten unverändert belässt.

Autoren:

lars.rigling.jpg
Lars Rigling
Leiter Investment Solutions
patrick.volkart.jpg
Patrick Volkart
Investment Advisor Wealth Management
Diese Publikation wurde von der Bank Avera (in der Schweiz durch die FINMA beaufsichtigt) erstellt und ist nicht das Ergebnis einer Finanzanalyse. Weitere Informationen finden Sie in unseren rechtlichen Hinweisen.