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Unsere Sicht auf die Märkte
«Not every revolution makes life better – some just make it faster. » Diese zugespitzte Beobachtung des Technologiehistorikers George Dyson passt gut zur aktuellen Debatte rund um künstliche Intelligenz (KI). Während die Märkte zwischen sinkender Inflation, vorsichtig agierenden Zentralbanken und geopolitischen Unsicherheiten pendeln, zeigt sich immer deutlicher, wie stark KI die Bewertungsmechanismen an den Börsen beeinflusst.
Die jüngsten Korrekturen bei Software‑, Finanz‑ und Logistiktiteln zeigen, wie rasch derzeit Geschäftsmodelle neu hinterfragt, Margenpotenziale kritisch bewertet und mögliche Disruptionsrisiken stärker eingepreist werden. Die bislang hauptsächlich positiv gefärbte Erwartungsdynamik erfährt damit eine spürbare Normalisierung und wirkt zuweilen eher übertrieben. Parallel dazu steigen die KI‑Investitionen weiter deutlich an.
Unternehmen bauen Rechenzentren aus, investieren in Hochleistungs-Chips und integrieren KI-Modelle in ihre Prozesse. Doch die Rentabilität vieler Projekte bleibt unsicher – insbesondere angesichts kurzer Innovationszyklen, die zu steigenden Abschreibungen führen.
Die eskalierende Speicherchip‑Knappheit verstärkt diese Herausforderungen zusätzlich: Engpässe, höhere Kosten und Priorisierung durch grosse Techkonzerne bremsen den Rollout produktiver Anwendungen. Trotz dieser Belastungsfaktoren zeigten sich die Märkte bis Ende Februar robust, getragen von soliden Ergebnissen und dem Vertrauen in langfristige Effizienzgewinne.
Wir bleiben bei Schweizer- und Schwellenländeraktien übergewichtet investiert und führen das Untergewicht bei Obligationen aus Industrienationen zugunsten weiterer alternativer Anlagen fort.
Unsere aktuelle Positionierung

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist im Februar deutlich auf rund 3,95 % gesunken. Dies war dem nachlassenden Inflationsdruck und den zunehmenden geopolitischen Risiken geschuldet. Entsprechend waren die Kapitalmarktzinsen auch in der Eurozone und der Schweiz rückläufig. Wir erachten diese Bewegung für übertrieben, da insbesondere die steigende Staatsverschuldung für eine steilere Zinskurve spricht.
Während globale Anleihen mit hoher Kreditqualität (+1,1 %) und Schwellenländeranleihen (+1,1 %) deutlich zulegen konnten, blieben Hochzinsanleihen (0,0 %) unverändert. Aufgrund ihrer tiefen Zinssensitivität und attraktiven Verzinsung setzen wir taktisch weiterhin auf nachrangige Unternehmensanleihen von Schuldnern hoher Qualität (+0,3 %).
Wir sind bei globalen Anleihen unter- und bei Hochzins- und Schwellenländeranleihen neutral gewichtet investiert.
Entwicklung Anleihen AAA-BBB, Hochzins- und Schwellenländeranleihen (CHF-hedged)

Quelle: Bloomberg, Bank Avera
«Die entschlossene geldpolitische Reaktion der Europäischen Zentralbank hat die Inflation wieder auf das Zielniveau gebracht», sagte deren Präsidentin Christine Lagarde kürzlich und sie erwartet, dass sich nun auch das Lohnwachstum verlangsamen werde.
Die globalen Aktienmärkte (+0,3 %) sind aufgrund der steigenden geopolitischen Risiken und dem schwachen US-Aktienmarkt (–1,2 %) kaum vom Fleck gekommen. Dafür war der defensivere Schweizer Aktienmarkt (+5,7 %) gefragt, während europäische Aktien immerhin um 3,2 % zulegten und Schwellenländeraktien (+5,1 %) erneut glänzten.
Am 28. Februar haben Israel und die USA in einer koordinierten Operation den Iran angegriffen, womit die Situation in der seit Jahren spannungsgeladenen Region eskaliert ist. Insbesondere die Behinderung des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus führt zu negativen Marktreaktionen.
Wir rechnen kurzfristig mit einer erhöhten Volatilität, sehen aktuell jedoch von anlagetaktische Anpassungen ab.
Wir sind bei Schweizer- und bei Schwellenländeraktien übergewichtet investiert und bevorzugen Titel mit hoher Qualität.
Entwicklung ausgewählter Aktienmärkte (in CHF)

Quelle: Bloomberg, Bank Avera
Haben Sie gewusst...
... dass sich der ChatGPT-Entwickler OpenAI in einer neuen Finanzierungsrunde USD 110 Mia. von Amazon, SoftBank und Nvidia gesichert hat und damit auf eine Bewertung von USD 840 Mia. kommt? Die Kapitalspritze erfolgt im Vorfeld eines für später im Jahr erwarteten Börsengangs.
Die gestiegenen geopolitischen Risiken verlangen nach einer hohen Diversifikation, womit alternative Anlagen im Fokus bleiben. Kotierte Schweizer Immobilienfonds (+0,3 %) profitieren weiterhin vom Nachfrageüberhang auf dem Wohnungsmarkt. Gold (+4,4 %) konnte sich nach der scharfen Korrektur zum Ende des Vormonats wieder fangen und wies Bitcoins (–22 %) erneut in die Schranken.
Wandelanleihen (+3,0 %) legten deutlich zu, wobei der Boom am Primärmarkt anhielt und im Februar das höchste monatliche Emissionsvolumen aller Zeiten von USD 22 Mia. erreicht wurde. Zudem sorgten unsere flexiblen Obligationenfonds (+0,4 %), die nachrangigen Unternehmensanleihen (+0,3 %) und Versicherungsverbriefungen (+0,1 %) für Stabilität.
Wir sind bei den weiteren alternativen Anlagen im Bereich nachrangiger Unternehmensanleihen übergewichtet investiert.
Entwicklung ausgewählter alternativer Anlagen (in CHF)

Quelle: Bloomberg, Bank Avera
Haben Sie gewusst:
…. dass mitunter durch die zunehmende Verbreitung der Arbeit im Homeoffice und flexibler Arbeitsmodelle die Preise für Zweitwohnungen in Schweizer Tourismusgebieten seit Anfang 2020 insgesamt um 46 % bzw. 6,5 % p. a. gestiegen sind?
Der Euro zeigte sich im Februar global betrachtet zwar robust, gab aber gegenüber dem gesuchten Schweizer Franken um 0,85 % auf CHF 0.909 nach. Damit befindet sich der Euro nun an einem Punkt, wo sich der Abwärtstrend gegenüber dem Schweizer Franken wieder zu beschleunigen scheint, weshalb die Schweizerische Nationalbank die klare Bereitschaft für Devisenmarktinterventionen signalisiert.
Der US-Dollar bewegte sich im Februar seitwärts und schloss den Monat um rund 0,5 % tiefer auf CHF 0.769 ab. Global betrachtet bleibt der US-Dollar hoch bewertet und konnte im Februar sogar deutlich zulegen. Auch wenn das Vertrauen in die US-Währung in der kürzeren Vergangenheit erodiert ist, so fehlt es nach wie vor an einer valablen Alternative, die den US-Dollar als globale Handels- und Reservewährung ablösen könnte.
Entwicklung EUR/CHF und USD/CHF über die letzten zwölf Monate
Quelle: Bloomberg, Bank Avera
«Eine Trendumkehr wird es nicht geben, solange die Inflationsdifferenz zwischen der Schweiz und den anderen grossen Währungsräumen so gross ist», sagte Thomas Stucki, Anlagechef der St. Galler Kantonalbank und ehemaliger Leiter Asset-Management bei der SNB.