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Die Bank Avera blickt auf ein erfreuliches erstes Halbjahr 2026 zurück. In einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld konnte sie ihre Ertragsbasis breit abgestützt halten. Während sich das Zinsengeschäft stabil entwickelte, verzeichnete das Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft erneut ein starkes Wachstum. Der Geschäftserfolg von CHF 10,22 Millionen und der Halbjahresgewinn von CHF 8,31 Millionen bewegen sich auf Vorjahresniveau.
Das Zinsengeschäft bildet weiterhin das Fundament des Geschäftsmodells der Bank Avera. Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft bewegte sich im ersten Halbjahr 2026 mit CHF 23,95 Millionen praktisch auf Vorjahresniveau (CHF 23,96 Mio.). Damit konnte die Bank die Erträge trotz des anhaltenden Tiefzinsumfelds stabil halten.
Die verwalteten Kundenvermögen entwickelten sich im ersten Halbjahr 2026 erfreulich und stiegen um 1,1 Prozent auf CHF 4,66 Milliarden. Die positive Entwicklung ist insbesondere auf die freundlichen Aktienmärkte sowie auf zusätzliche Mittelzuflüsse zurückzuführen. Damit setzte sich der Trend zu einer stärkeren Nutzung von Anlage- und Vermögensverwaltungslösungen fort.
Die Erträge aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft stiegen von CHF 4,56 Millionen auf CHF 5,34 Millionen. Dies entspricht einer Zunahme von 17,1 Prozent. Insgesamt erhöhte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft von CHF 5,64 Millionen auf CHF 6,47 Millionen. Der Anstieg um CHF 0,83 Millionen beziehungsweise 14,7 Prozent unterstreicht die zunehmende Bedeutung dieses Geschäftsbereichs und reflektiert die steigende Nachfrage der Kundinnen und Kunden nach Beratungs-, Anlage- und Vermögensverwaltungslösungen.
Die Bank Avera investiert weiterhin gezielt in den Ausbau ihrer Anlagekompetenz und die Finanz- und Vorsorgeplanung. Damit stärkt sie ihre Position im Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft und diversifiziert ihre Ertragsbasis konsequent weiter.
Demgegenüber entwickelten sich die Kundenausleihungen leicht rückläufig. Sie lagen per Halbjahr bei CHF 4,27 Milliarden (Vorjahr CHF 4,29 Mia.). Dies entspricht einer Abnahme von CHF 26,03 Millionen beziehungsweise 0,6 Prozent.
Die Hypothekarforderungen beliefen sich per 30. Juni 2026 auf CHF 4,14 Milliarden, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Rückgang von CHF 28,70 Millionen beziehungsweise 0,7 Prozent entspricht.
Das Hypothekargeschäft bleibt von anspruchsvollen Rahmenbedingungen geprägt. Regulatorische Anforderungen, Refinanzierungskosten sowie das anhaltende Tiefzinsumfeld beeinflussen das Marktumfeld weiterhin. Die Bank Avera verfolgt deshalb unverändert eine nachhaltige und risikobewusste Kreditvergabepolitik.
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 von CHF 21,38 Millionen auf CHF 22,10 Millionen. Dies entspricht einer Zunahme von CHF 0,72 Millionen (+ 3,4 Prozent).
Das Kosten-Ertrags-Verhältnis bewegt sich weiterhin auf einem stabilen Niveau. Die Bank Avera setzt ihren Fokus unverändert auf eine effiziente Betriebsführung, die kontinuierliche Optimierung von Prozessen sowie die nachhaltige Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells.
Die geopolitischen Unsicherheiten bleiben hoch. Internationale Konflikte, handelspolitische Spannungen und die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in den grossen Wirtschaftsregionen prägen weiterhin das Umfeld. Gleichzeitig zeigen sich die Finanzmärkte bislang bemerkenswert widerstandsfähig und profitieren von einer insgesamt robusten Unternehmensentwicklung. Für die Schweizer Wirtschaft erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und Verbände ein moderates Wachstum. Aus heutiger Sicht wird keine grundlegende Veränderung des Zinsumfelds erwartet.
Vor diesem Hintergrund rechnet die Bank Avera für das zweite Halbjahr 2026 mit einer weiterhin stabilen Geschäftsentwicklung. Das Zinsengeschäft dürfte sich auf dem aktuellen Niveau behaupten, während das Anlage- und Beratungsgeschäft weiteres Potenzial bietet. Die Bank wird ihren Fokus unverändert auf Kundennähe, Beratungskompetenz und nachhaltiges Wachstum legen.
in Mio. CHF