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Mehr als man denkt. Von A wie Aktien bis G wie Gebühren: In unserem Format Elevator Pitch wird aus kompliziert verständlich. Und wer nach den kurzen Video-Erklärungen noch etwas tiefer eintauchen möchte, findet hier zu jedem Begriff die nächste Etage an Wissen.Inhaltsverzeichnis:
Wie man Aktien, Obligationen und andere Anlageklassen sinnvoll kombiniert, ist eine der zentralen Fragen jeder Anlagestrategie. Die Kombination beeinflusst das Risiko, die Rendite und das Anlageergebnis massgebend.
Geld leihen oder Miteigentümer werden?
Mit dem Kauf einer Obligation leihen Sie einem Staat oder Unternehmen Geld. Dafür erhalten Sie regelmässig Zinsen und am Ende der Laufzeit Ihr Kapital zurück. Obligationen sind also planbar, stabil und verlässlich. Eine Aktie hingegen macht Sie zum Miteigentümer oder zur Miteigentümerin eines Unternehmens – mit allen Chancen und Risiken. Ein konkretes Beispiel: Jemand in Ihrem Umfeld eröffnet ein Café: Mit einer Obligation leihen Sie der Person Geld und erhalten dafür fixe Zinsen. Mit einer Aktie wiederum sind Sie an der Geschäftsentwicklung des Cafés beteiligt, an der positiven als auch an der negativen.
Stabilität oder Wachstum – oder beides?
Obligationen bieten Stabilität und verlässlichere Erträge. Aktien verfügen über höhere Renditechancen, aber auch über stärkere Schwankungen. Die Kombination beider Anlagetypen beeinflusst Risiko, Rendite und Anlageergebnis entscheidend.
Die Mischung machts
Wie viel Stabilität und wie viel Wachstumspotenzial sinnvoll ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab, nämlich von Ihrem Anlagehorizont, Ihrer Risikotoleranz sowie von Ihren Lebens- und Vermögenszielen. Eine Kombination aus Aktien und Obligationen bildet das Fundament vieler Anlagestrategien.
Einfach gesagt: Je länger der Anlagehorizont ist und je mehr Risiken man eingehen kann und will, desto mehr Aktien sind sinnvoll.

Eine gute Investition: unsere Vermögensverwaltung
Unsere Vermögensverwaltungsmandate umfassen verschiedene Strategien mit unterschiedlichen Anteilen von verschiedenen Anlageklassen – abgestimmt auf Ihre persönlichen Präferenzen.
Wie lange Ihr Geld investiert bleiben kann, ohne dass Sie es brauchen, klingt nach einer Nebensache. Ist es aber nicht: Der Anlagehorizont ist die Grundlage jeder Anlagestrategie. Wer ihn ignoriert, riskiert, zu einem ungünstigen Zeitpunkt aussteigen zu müssen und das kann teuer werden.
Der Horizont bestimmt den Weg
Ihr Anlagehorizont definiert, wie lange Ihr Geld investiert bleiben kann, ohne dass Sie es für andere Zwecke benötigen. Auf dem Weg zu Ihrem Anlageziel schwanken die Märkte – mal geht es aufwärts, mal abwärts. Wer langfristig investiert bleibt, kann diese Schwankungen aussitzen und vom langfristigen Wachstum der Märkte profitieren. Wer zu früh aussteigen muss, riskiert, genau im falschen Moment zu verkaufen und Verluste einzufahren.

Kurz oder lang – der zentrale Unterschied
Ein kurzer Horizont bedeutet: Stabilität geht vor Rendite. Ein langer Horizont wiederum heisst: mehr Spielraum für chancenreichere Anlagen mit höheren Schwankungen.
Grundsätzlich gilt: Je länger Ihr Horizont, desto mehr Risiko darf die Strategie haben und desto mehr Renditepotenzial schlummert darin.
Eine Faustregel
Stellen Sie sich folgende Fragen: Wann benötige ich mein Geld wieder? Habe ich genügend finanzielle Reserven? Welche Lebensziele stehen in den nächsten Jahren an? Als Faustregel gilt: Was Sie in den nächsten fünf Jahren nicht benötigen, kann bereits angelegt werden.
Kursentwicklungen sind wie Lift fahren. Meistens geht es nach oben, aber ab und zu auch nach unten. Wer regelmässig anlegt, profitiert vom sogenannten Cost-Average-Effekt. Was es mit dem Begriff auf sich hat, erklären wir Ihnen hier rauf und runter.
Regelmässig investieren statt perfekt timen
Der Cost-Average-Effekt entsteht, wenn regelmässig derselbe Betrag investiert wird. Bei steigenden Kursen kaufen Sie weniger Anteile, bei fallenden Kursen mehr. Über die Zeit entsteht daraus ein ausgeglichener Durchschnittspreis – ganz automatisch, ohne dass Sie aktiv eingreifen müssen. Zum Zeitpunkt X kaufen Sie ein, wenn die Preise im Parterre sind, zum Zeitpunkt Y investieren Sie, wenn sich die Kurse in der obersten Etage befinden. Am Ende liegt der Schnitt jedenfalls tiefer als der Höchstpreis.
Die Sache mit dem Einstiegszeitpunkt
Märkte schwanken ständig. Perfekte Einstiegszeitpunkte sind kaum planbar und wer versucht, sie zu treffen, scheitert meist an den eigenen Erwartungen. Viele kaufen zu spät, wenn die Euphorie bereits eingesetzt hat, und verkaufen zu früh, wenn die Nervosität überhandnimmt. Emotionen sind schlechte Anlageberater und zögern gute Entscheidungen häufig unnötig hinaus. Auf den Punkt gebracht: Regelmässigkeit schlägt Timing – immer.
Kontinuierlich fixe Beträge investieren
Regelmässiges Investieren reduziert den Einfluss von Emotionen, nutzt Schwankungen zu Ihrem Vorteil und schafft langfristig Disziplin. Wir empfehlen Ihnen einen Vermögenssparplan, er ist das ideale Produkt für die Nutzung des Cost-Average-Effekts. Definieren Sie einen fixen Betrag, setzen Sie einen Dauerauftrag auf und lassen Sie den Lift fahren. Auf und ab. Mittel- und langfristig steigen Sie so in der mittleren Preisetage ein.
An der Börse kann man schnell ein kleines Vermögen machen – aus einem grossen. Wer dem Wertezerfall und unnötiger Gefahr beim Anlegen etwas entgegensetzen möchte, setzt auf ein bewährtes Prinzip: Diversifikation.
Geld breit streuen
Diversifikation bedeutet, Geld auf mehrere Anlagen zu verteilen, statt alles auf eine einzige Entwicklung zu setzen. Verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe reagieren unterschiedlich auf Marktphasen. Verluste in einem Bereich werden durch Stabilität oder Gewinne in anderen abgefedert. Es gilt also, ein Portfolio zusammenzustellen, das nicht bei jeder Marktbewegung aus dem Gleichgewicht kommt.

Märkte entwickeln sich selten gleichmässig
Einzelne Branchen oder Regionen können stark schwanken, während andere stabil bleiben oder zulegen. Wer einseitig investiert ist, spürt jeden Ausschlag direkt und läuft Gefahr, grosse Verluste auf einzelnen Positionen einzufahren. Wer breit aufgestellt ist, profitiert von der Vielfalt und minimiert das Risiko. Diversifikation macht die Gesamtentwicklung berechenbarer – und lässt Sie besser schlafen.
Professionell diversifizieren
Eine wirkungsvolle Diversifikation entsteht nicht von selbst. Sie erfordert einen klaren Überblick über die Märkte, eine durchdachte Struktur und eine laufende Überwachung des Portfolios. Dies benötigt Zeit und spezifisches Wissen. Wer sich allerdings nicht selbst permanent über das Marktgeschehen informieren und sich um Wesentlicheres kümmern will, ist bei uns bestens aufgehoben. Im Rahmen unserer Vermögensverwaltung übernehmen unsere Anlage-Expertinnen und -Experten die Diversifikation und das aktive Portfoliomanagement.
Vermögensverwaltung zahlt sich aus
Unser Team Investment Solutions prüft die Allokation laufend und optimiert sie bei Bedarf. Dabei setzen wir keine eigenen Anlageprodukte ein. Diversifikation, professionell und unabhängig umgesetzt – stets im Interesse unserer Kundinnen und Kunden. Damit aus einem kleineren Vermögen an der Börse ein grösseres wird.
Welche Fonds und ETFs sind in welchem Kontext sinnvoll? Und warum ist der MSCI World nicht immer die richtige Wahl? Beides erklärt sich nicht von selbst. Aber es lässt sich erklären. Und das tun wir jetzt.
Fonds vs. ETFs
Ein Fonds bündelt viele Anlagen in einem einzigen «Korb». Statt beispielsweise eine einzelne Aktie zu kaufen, werden darin viele gebündelt. ETFs (Exchange Traded Funds) sind eine besondere Art von Fonds: Sie werden direkt an der Börse gehandelt und bilden oft einen Index ab. Beide ermöglichen mit einem einzigen Kauf eine breite Streuung über viele Unternehmen, Branchen und Länder. Beide können sowohl passiv oder aktiv sein. Passive Fonds bilden einen Index nach. Bei aktiven Fonds hingegen strebt ein Fondsmanager an, besser als der Markt abzuschneiden. Diese zwei Ansätze haben Auswirkungen auf Kosten und Rendite – und nicht jede Variante passt zu jeder Situation.

Breit gestreut ist nicht automatisch richtig gestreut
Der MSCI World ist populär und global diversifiziert. Investiert über einen ETF ist er auch sehr kostengünstig zu erwerben. Ist er aber wirklich so diversifiziert, wie der Name vermuten lässt? Nicht ganz: Er ist stark auf einzelne Regionen konzentriert, vor allem auf die USA. Dazu kommt eine hohe Konzentration im Technologiesektor. Dies kann zu Klumpenrisiken führen, das Anlegende durch wirklich globale Investitionen eigentlich vermeiden wollen. Kurz gesagt: Eine breite Streuung wird über einen Index nicht zwingend erreicht. Zudem bevorzugen Schweizer Anlegende häufig eher ein Übergewicht im Heimatmarkt, etwa wegen des Wechselkursrisikos.
Standardindex oder gezielter diversifizieren?
Nicht jeder Index passt automatisch zu jeder Anlagestrategie. Welche Lösung die richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Reicht Ihnen ein globaler Standardindex oder möchten Sie gezielter diversifizieren? Lässt Ihr Anlagehorizont eine reine Aktienstrategie zu? Und welche Klumpenrisiken haben Sie bereits? Die richtige Antwort hängt von Ihren Zielen, Ihrer Risikotoleranz und Ihren aktuellen Anlagen im Depot ab.
Ein Prozent Gebühren klingt nach wenig. Über die Jahre und mit wachsendem Vermögen summieren sich die Kosten jedoch zu einem beträchtlichen Betrag. Wer nur auf die Rendite vor Kosten schaut, sieht nicht das ganze Bild. Wir zeigen, welche Gebühren beim Anlegen anfallen und worauf es wirklich ankommt.
Am Ende zählt die Nettorendite
Nicht die Rendite vor Kosten entscheidet über Ihren Anlageerfolg, sondern die Nettorendite: das, was nach Abzug aller Gebühren übrigbleibt. Über kurze Zeiträume macht ein Unterschied von wenigen Zehntelprozenten kaum etwas aus. Über zehn, zwanzig oder dreissig Jahre summiert er sich, dank Zinseszins, zu einem beträchtlichen Betrag. Wer die Gebühren im Griff hat, sichert sich einen Teil der eigenen Rendite zurück.
Kosten, die man beeinflussen kann – und solche, die man nicht beeinflussen kann
Manche Kosten entstehen unabhängig davon, wie Sie anlegen, etwa Steuern oder Stempelabgaben. Andere hängen direkt von der gewählten Strategie und dem gewählten Anbieter ab. Genau hier lohnt sich ein genauer Blick: Wer die beeinflussbaren Kosten kennt, kann sie gezielt reduzieren, ohne bei der Qualität der Anlage zwingend Abstriche zu machen.
Vier Begriffe, die Sie kennen sollten
Die Total Expense Ratio, kurz TER, gibt an, wie viel ein Fonds oder ein anderes Anlageprodukt jährlich an laufenden Kosten abzieht. Courtagen fallen beim Kauf und beim Verkauf von Wertschriften an, es sind die eigentlichen Handelskosten. Dazu kommt, je nach Lösung, eine Vermögensverwaltungsgebühr für die laufende Betreuung des Portfolios sowie allenfalls eine Beratungsgebühr für die persönliche Beratung. Vier Begriffe, eine gemeinsame Wirkung: Sie schmälern die Rendite, wenn man sie nicht im Blick behält.
Unabhängig heisst: keine eigenen Produkte
Manche Vermögensverwalter setzen bevorzugt eigene Produkte ein und verdienen doppelt daran: an der Verwaltung und am Produkt selbst. Für Kundinnen und Kunden kann das eine zusätzliche, oft wenig sichtbare Belastung bedeuten. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden. In unserer Vermögensverwaltung setzen wir keine eigenen Produkte ein, sondern wählen die jeweils passende Lösung am Markt aus. Das garantiert Ihnen eine unabhängige Beratung.
Gebühren im Griff zu haben ist die eine Seite. Die andere: nach wie vor die besten verfügbaren Produkte auszuwählen. Beides gehört für uns zusammen.
Mit G wie Gebühren ist die Liftfahrt noch nicht zu Ende. In Teil 2 geht es weiter mit wichtigen Anlagebegriffen von I wie Inflation bis Z wie Zinseszins. Kurz erklärt, verständlich aufbereitet und ideal für alle, die beim Anlegen noch eine Etage höher wollen.