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Wie viel Anlagewissen passt in eine Liftfahrt? – Teil 2

19.08.2026 von Marcos Gonçalves

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Mehr als man denkt. Von I wie Inflation bis Z wie Zinseszins: In unserem Format Elevator Pitch bringen wir Anlagewissen auf den Punkt. Kurz, verständlich und ohne unnötiges Fachchinesisch. Und wer nach den kurzen Video-Erklärungen noch etwas tiefer eintauchen möchte, findet hier zu jedem Begriff die passende Erklärung.

Inhaltsverzeichnis:

Inflation: der schleichende Kaufkraftzerfall

Die Inflation ist ein fieser Widersacher. Sie arbeitet leise, kontinuierlich und weitgehend unbemerkt. Wenn man sie bemerkt, wird einem bewusst: Früher hat man mehr für sein Geld bekommen.

Geld bleibt Geld – aber weniger wert

Inflation bedeutet, dass Ihr Geld an Kaufkraft verliert. Nicht nominal – ein Franken bleibt ein Franken –, aber real: Für dieselbe Summe bekommen Sie mit der Zeit schlicht weniger. Ein Beispiel aus dem Alltag: Ein Kaffee kostete in der Schweiz vor 40 Jahren etwa CHF 1.50. Heute zahlen Sie deutlich über CHF 4.–. Das gleiche Konsumprodukt ist plötzlich mehr als dreimal so teuer. Hoppla.

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Sparen allein schützt nicht

Die Preise steigen langfristig kontinuierlich – inflationsbedingt. Ein Sparguthaben wächst oft langsamer als die Inflation. Wer sein Geld ausschliesslich auf dem Sparkonto parkiert, verliert real an Wert – ohne es zu merken. Die Zahl auf dem Kontoauszug bleibt gleich. Die Kaufkraft dahinter schrumpft. Langsam, aber sicher.

Anlegen als probates Gegenmittel

Nicht zu investieren ist ein Risiko, und zwar ein unterschätztes. Die Lösung: 1. Nicht nur nominale Beträge betrachten, sondern sich auch der realen Kaufkraft bewusst sein. 2. Aktien, Obligationen oder alternative Anlagen wie Immobilien und Gold können helfen, der Inflation entgegenzuwirken und Vermögen real stabil zu halten beziehungsweise sogar wachsen zu lassen. Wer wartet, zahlt still und leise drauf.

Starten – am besten gleich

Wer seinen Kaffee morgen noch entspannt bezahlen will, legt heute an. Anlegen kann helfen, Kaufkraft langfristig zu erhalten und Vermögen real zu steigern – konsequent, automatisiert, auf Ihre Situation abgestimmt. Kurz gesagt: Kontosparen ist kalter Kaffee. Je länger, je mehr.

Liquidität: Wie man flüssig bleibt

Ganz gleich, ob unvorhersehbare Ereignisse, geplante Grossausgaben oder eine neue Investmentmöglichkeit: flüssige Mittel bewahren uns vor finanziellen Engpässen. Was ist Liquidität genau und wie entsteht sie? Wir erklären es Ihnen hier flüssig.

Nicht alles ist gleich schnell verfügbar

Liquidität beschreibt, wie schnell und einfach eine Anlage wieder zu Geld gemacht werden kann. Aktien grosser, börsenkotierter Unternehmen lassen sich innert Sekunden verkaufen. Eine Immobilie hingegen kann Wochen oder Monate in Anspruch nehmen, sofern man keinen grossen Verlust in Kauf nehmen will. Je höher die Liquidität, desto flexibler bleiben Sie. Je tiefer, desto länger sind Sie gebunden.

Lebenssituationen ändern sich

Ein Jobwechsel, ein familiäres Ereignis oder eine spannende neue Anlagemöglichkeit: Lebenssituationen können sich kurzfristig verändern. Nicht jede Anlage ist jederzeit problemlos verfügbar. Das ist kein Nachteil per se, aber es muss bei der Planung berücksichtigt werden. Wer das ausser Acht lässt, kann in finanzielle Schieflage geraten.

Puffer planen

Finanzielle Flexibilität braucht Struktur. Planen Sie einen Liquiditätspuffer für kurzfristige Bedürfnisse ein. Den Rest können Sie gezielt und renditeorientiert investieren – mit längerem Horizont und entsprechendem Ertragspotenzial. Handlungsfähigkeit und Rendite schliessen sich nicht aus.

Entscheidend: die Anlagestrategie

Wer seinen Liquiditätsbedarf kennt, kann sein Geld gezielter einsetzen. Eine gute Anlagestrategie im Rahmen unserer Vermögensverwaltung berücksichtigt beides.

Rendite: mehr als nur Kursgewinne

Rendite wird oft nur als Kursgewinn verstanden, dabei steckt deutlich mehr dahinter. Wer Anlageerfolg allerdings nur am Kursanstieg misst, sieht nur einen Teil des Gesamtbilds. Erfahren Sie, woraus Rendite effektiv besteht.

Mehr als nur Kursgewinn

Rendite ist das gesamte Ergebnis Ihrer Anlage über die Zeit – zusammengesetzt aus Kursgewinnen, Dividenden und Zinsen. Ähnlich wie bei einem Jobgehalt: Am Ende zählen nicht nur der Grundlohn, sondern auch Bonus, Zulagen und weitere Leistungen. Übertragen auf Anlagen: Kursgewinn plus regelmässige Erträge ergeben die Gesamtrendite.

Erträge, die wieder zählen

In Phasen mit moderaten Kursentwicklungen gewinnen regelmässige Erträge wie Zinsen und Dividenden an Bedeutung. Sie stabilisieren das Anlageergebnis und liefern Ertrag – mit einer gewissen Unabhängigkeit davon, ob der Markt gerade steigt, sinkt oder sich seitwärts bewegt. Das heisst: Rendite ergibt sich aus dem Total von Kursgewinn, Zinserträgen und Dividenden.

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*Swiss Performance Index (SPI): Schweizer Aktienindex, der den gesamten Schweizer Aktienmarkt abdeckt.

Verhältnis von Risiko und Rendite

Bei der Geldanlage kommt die Rendite selten allein, sie ist immer auch mit dem Risiko verbunden. Höhere Ertragschancen gehen unweigerlich mit grösseren Wertschwankungen einher. Umgekehrt bieten Anlagen mit geringeren Risiken meist auch tieferes Renditepotenzial. Die Kunst besteht darin, eine Anlagestrategie zu wählen, die zu Ihrer persönlichen Situation, Risikofähigkeit und Ihrem Anlagehorizont passt. Wer die richtige Balance zwischen Risiko und Rendite findet, legt den Grundstein für einen langfristig erfolgreichen Vermögensaufbau.

Lange Rede, kurzer Sinn

Wer Rendite nur als Kursbewegung versteht, ignoriert wichtige zu berücksichtigende Erträge. Darum schauen wir mit unseren Kundinnen und Kunden immer das Gesamtbild an und entwickeln daraus die optimale Strategie. Wir können Ihnen versichern: das rentiert sich.

Vom Finanzwissen zur passenden Anlagestrategie

Sie möchten nicht nur verstehen, wie Anlegen funktioniert, sondern den nächsten Schritt machen? Wir beraten Sie persönlich und unterstützen Sie dabei, Ihr Vermögen langfristig und strukturiert anzulegen.

No risk, no fun? Wieso Risiko auch gut ist

No risk, no fun. Diese Devise gilt längst nicht für alle Anlegerinnen und Anleger. Die einen sind bereit, relativ grosse Risiken einzugehen, andere wiederum mögen es lieber konservativer und risikoärmer. Die Rede ist hier von der subjektiven Risikobereitschaft, also wie viel Risiko möchte ich eingehen. Aber auch die Frage, wie viel Risiko ich wirklich eingehen kann, ist wichtig. Genau darum geht es bei der Risikofähigkeit. Gemeint ist die finanzielle Fähigkeit, vorübergehende Verluste zu verkraften, ohne dass dadurch die eigene finanzielle Sicherheit oder wichtige Lebensziele gefährdet werden. Dies ist unter anderem abhängig vom Einkommen, dem verfügbaren Vermögen, der familiären Situation und dem Anlagehorizont. Wir erklären, was Risiko wirklich bedeutet und wie Sie es beim Anlegen richtig einschätzen.

Risiko ist nicht gleich Verlust

Risiko beschreibt, wie stark der Wert einer Anlage zwischenzeitlich fallen oder steigen kann. Diese Wertschwankungen sind normal und Teil jeder renditeorientierten Investition. Ganz wichtig: Höhere Renditechancen gehen mit stärkeren Ausschlägen einher – und umgekehrt. Wer weniger Schwankungen möchte, muss seine Renditeerwartungen anpassen. Das eine geht nicht ohne das andere.

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Märkte bewegen sich – immer

Kurzfristige Schwankungen sind keine Ausnahme, sie sind der Normalfall und gehören zum Anlegen. Historisch gesehen zeigt sich aber, dass bei einer breiten Diversifikation und einem zum Risiko passenden Anlagehorizont sich die Anlagen von Tiefphasen erholen und sich bei einer fachlich korrekten Umsetzung langfristig hohe Risiken lohnen.

Individuelle Risikotoleranz

Ihre persönliche Schwankungstoleranz richtig einzuschätzen ist das Fundament jeder Anlagestrategie. Mehr Tempo bedeutet mehr Bewegung. Weniger Schwankung bedeutet oft weniger Ertragschancen.

Strukturiertes Risikoprofil als Lösung

Ein strukturiertes Risikoprofil hilft, die passende Balance zwischen Rendite und Schwankung zu finden. Darum schauen wir mit unseren Kundinnen und Kunden immer die ganzheitliche Finanzsituation an und stellen damit sicher, dass Anlegen – so oder so – Fun bereitet.

Vermögenssparplan: Systematisch und automatisch zum Sparziel

Sparen benötigt Disziplin und Aufwand? Nicht unbedingt. Mit dem Vermögenssparplan sparen Sie ganz einfach und bequem regelmässig.

Er ist der Autopilot für Ihren Vermögensaufbau. Einmal eingerichtet, läuft er. Zuverlässig, regelmässig und automatisch. Er hält für Sie den Kurs auf Ihr Sparziel.

Automatisch besser sparen

Ein Vermögenssparplan bedeutet, regelmässig einen festen Betrag in Wertschriften zu investieren – automatisiert, via Dauerauftrag. Wie bei einem Autopiloten stellen Sie das Ziel und das Tempo ein und lehnen sich zurück. Ihre Anlage entwickelt sich weiter, ohne dass Sie etwas tun müssen.

Das Problem ohne Plan

Vielen fällt es schwer, konsequent zu sparen oder den vermeintlich «richtigen» Einstiegszeitpunkt zu treffen. Märkte schwanken, Emotionen spielen eine Rolle und führen nicht selten zu falschen Entscheidungen. Mal wartet man zu lange ab, mal steigt man vorschnell ein.

Und schon ist man beim Vermögensaufbau nicht mehr auf der gewünschten Reiseflughöhe. Der Vermögenssparplan verhindert das.

Fondsanteile zum Durchschnittspreis

Ein Vermögenssparplan schafft Disziplin und Regelmässigkeit, reduziert emotionale Fehlentscheide und nutzt automatisch den Cost-Average-Effekt: Einmal kaufen Sie Fondsanteile teurer, einmal günstiger. So erzielen Sie über die Zeit einen ausgeglichenen Durchschnittspreis. Einfach einen fixen Betrag definieren, einen Dauerauftrag einrichten, langfristig denken und gut ist. Der Dauerauftrag kann selbstverständlich jederzeit geändert oder pausiert werden.

Zinseszins: das achte Weltwunder

Aus kleinen Beträgen kann mit der Zeit etwas ziemlich Grosses werden: Kapitalwachstum dank Zinseszins. Albert Einstein soll den Zinseszins sogar einmal als das achte Weltwunder bezeichnet haben. Was zunächst technisch klingt, ist eigentlich ganz simpel – und ziemlich beeindruckend. Wir erklären, wie der Effekt funktioniert und warum er für Ihren Vermögensaufbau so entscheidend ist.

Geld, das für Sie arbeitet

Zinseszins bedeutet: Sie erhalten nicht nur Zinsen auf Ihr eingesetztes Kapital, sondern im nächsten Schritt auch Zinsen auf die bereits erhaltenen Zinsen. Ihr Geld beginnt selbst für Sie zu arbeiten und das immer kräftiger, je länger Sie es investiert lassen.

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Zinseszins-Effekt bei einer einmaligen Einlage von CHF 100 000.- und einem jährlichen Zins von 5.5 % sowie der Reinvestition sämtlicher Zinsen.

Das Problem mit dem Sparkonto

Zu wenig Zins, zu wenig Wachstum – und damit auch kaum Zinseszinseffekt. Wer sein Geld lediglich auf dem Sparkonto parkiert, profitiert nur begrenzt von diesem starken Beschleuniger des Vermögensaufbaus. Oder anders gesagt: Das Sparkonto allein reicht nicht. Dieser Fakt gilt umso mehr, wenn man die Inflation berücksichtigt.

Früh anfangen und konsequent sein

Der Zinseszins wirkt dann am stärksten, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Die Erträge werden konsequent reinvestiert in Kombination mit den Vorteilen eines langen Anlagehorizonts. Die gute Nachricht: Sie müssen dafür nicht mit einem grossen Vermögen starten. Schon mit überschaubaren, aber regelmässigen Beträgen kann sich über die Jahre ein schöner Batzen entwickeln. Entscheidend ist, früh anzufangen und konsequent zu bleiben. Denn Zeit ist beim Zinseszins ein entscheidender Faktor. Und jetzt? Der Schlüssel zum achten Weltwunder ist die Vermögensverwaltung. Wer lieber klein starten möchte, beginnt mit einem Vermögenssparplan. Bauen Sie Schritt für Schritt Vermögen auf und lassen den Zinseszins für sich arbeiten. Den Rest erledigt die Zeit.

Sie möchten nochmals bei den Grundlagen einsteigen? In Teil 1 unserer Liftfahrt durchs Anlagewissen erklären wir zentrale Begriffe von A wie Aktien bis G wie Gebühren. Einfach, kompakt und ohne unnötiges Fachchinesisch.

Zum Teil 1


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Marcos Gonçalves

Leiter Wealth Management

Als Leiter Wealth Management bin ich für das Anlagegeschäft und das Private Banking der Bank Avera verantwortlich. Wir entwickeln für unsere Kundinnen und Kunden massgeschneiderte Anlagestrategien und bieten eine gesamtheitliche Beratung in den Bereichen Vermögensverwaltung, Nachfolgeplanung und Finanzplanung. Unsere Mission ist es, die finanziellen Ziele unserer Kundschaft zu verwirklichen und ihr Vermögen langfristig zu schützen und zu steigern.

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